Buchdetails
Beschreibung
Aufbau: Aus rund 6000 Seiten Notizen über die Ermittlungen des FBI, biografischen Angaben der Täter und atmosphärischen Details formte Capote eine »eigenartige Mischform«, die er für eine »große, unerforschte Kunstgattung« hielt. Sein Stil ist knapp und doch lückenlos, sachlich und anrührend zugleich. Das rastlose Leben auf der Straße während der Flucht der Gangster schildert Capote in Anlehnung an literarische Vorbilder wie Jack RKerouac und Jack R London. Der Roman nutzt kriminologische (Rekonstruktion, Indiziensammlung), journalistische (Interview, Reportage) und filmische Techniken (Parallelmontage, Vorwärts- und Rückblende). Der Skrupellosigkeit des Verbrechens stellt Capote die moralische »Anständigkeit« des konservativen Westens der USA gegenüber. Die anfangs völlig verständnislose Tat erweist sich im Verlauf des Romans als tragisches Ergebnis sozialer und biografischer Umstände sowie psychopathischer Kurzschlusshandlungen.