Buchdetails
Beschreibung
Damit ist eines der Hauptthemen von Morgenwelt vorweggenommen: der scheinbar unaufhaltsame Wachstum der Menschheit, gemeinhin auch "Überbevölkerung" genannt. Doch Brunner verortet seine bedrohlichen Menschenmasse nicht in Afrika oder Asien, sondern im heimatlichen Nordamerika, wo das Leben -- beispielsweise unter dem künstlichen Himmel von Manhatten -- unerträglich geworden ist. Nur noch ein kleine Elite kann es sich erlauben, die Segnungen der modernen Technik zu genießen. Der Rest konsumiert Werbung und drittklassige Produkte aus der Retorte; und hofft darauf, die genetischen Voraussetzungen zu besitzen, um zumindest ein Kind zeugen zu dürfen.
Nicht nur Brunners Weltsicht ist radikal, auch seine Erzählweise ist mehr als ungewöhnlich. Neben den ineinander verschachtelten Handlungssträngen stehen Werbeeinblendungen, Zitate aus Zeitungen und Momentaufnahmen zufällig herausgegriffener Personen. Was im ersten Augenblick fast ohne Zusammenhang scheint, wächst Seite um Seite zu einer Gesamtschau der Menschheit im 21. Jahrhundert. Dabei bleibt die Handlung mit all ihren Details durchgehend spannend.