Buchdetails
Beschreibung
Die ungarische Schriftstellerin Klára Fehér beschreibt in diesem, bereits 1974 geschriebenen, Jugendroman den Missbrauch von Religion und Technologie. Sie wirft die Frage auf, ob ein totalitäres System so dekadent werden kann, dass selbst die Kinder der "Oberen 10000" sich über das Leid anderer köstlich amüsieren. Nicht etwa, weil sie bösartig sind, sondern weil sie über Generationen darauf konditioniert und diszipliniert wurden, dieses Leid gar nicht mehr wahrnehmen zu können ... und letztendlich beginnen, an ihre eigene religiöse Lüge und übergeordnete Ethik zu glauben.
Die wichtigste Frage jedoch liegt darin, warum 8 Milliarden eine stumpfsinnige Erwerbsarbeit verrichten müssen, obwohl die Automation und Digitalisierung in Oxygenien die höchste Stufe erreichte. Benötigt man tatsächlich ihre physische Arbeitskraft oder etwas anderes? Was könnte geschehen, wenn die Mächtigen nicht erkennen, dass jede Gesellschafts- und Wirtschaftsform nur in einem passenden Zeitfenster der technologischen Evolution stabil funktionieren kann?
"Oxygenien" ist Kapitalismuskritik in Form eines humanistischen Jugendromans und erschien erstmals 1977 in der Deutschen Demokratischen Republik. Er wurde in der Bundesrepublik Deutschland nie veröffentlicht.