Buchdetails
Beschreibung
›Selbstmord‹ ist sein Vermächtnis, es ist eine Ansprache an ein Gegenüber, das Selbstmord verübt hat, es ist die Rekonstruktion, das Wiederaufrufen einer scheiternden Biografie. Derjenige, der sich selbst tötet, hinterlässt den Hinterbliebenen offene, unbeantwortbare Fragen. Er lässt sie mit diesen alleine. Vor dem Hintergrund der Geschichte des Autors gewinnt dieser zarte, kluge, suchende Text eine schockierende Dringlichkeit, die aufwühlt und bewegt, bestürzt und berührt.
Pressestimmen
»Hinter dem schlichten Titel verbirgt sich eine intime Auseinandersetzung mit einem der großen Tabus der Menschheit: Der Selbsttötung. [...] Man sagt, Pilze sind schwer verdauliche Lebensmittel. Bis zu 48 Stunden kann es dauern, bis der Magen sie verdaut. Es gibt Bücher, die sind wie Pilze. So ein Buch ist ›Selbstmord‹.«
Nora Gantenbrink, Spiegel Online, 11. Juli 2012
»Da das gesamte Buch um ein einziges Thema kreist und der Autor ein stilsicherer, großer Schriftsteller ist, gelingt ihm ein dichter, weder durch Kapitel getrennter noch durch Abschweifungen abgeschwächter Text. (...) Ein literarisches Meisterwerk.«
Jürgen Israel, zeitzeichen, Februar 2013
»Was für ein Buch! (...) Entstanden ist ein furioses, in seiner Dichte unvergleichliches Nachtstück über das Dunkle in uns. Und über den nicht mehr zu kittenden Riss, der plötzlich durch unser Leben gehen kann. Große, mit dem Leben bezahlte Literatur.«
Peter Henning, ZEIT Online, 04. November 2012
»Édouard Levés Roman ›Selbstmord‹ ist ein atemberaubender Text. Auf nur 110 Seiten erzeugt es einen geradezu unheimlichen Sog. Ein leiser, trauriger, aber letzlich nicht bedrückender Roman.«
Helmut Mörchen, DRadio Büchermarkt, 13. September 2012