Buchdetails
Beschreibung
In drei Erzählungen blickt Adrian Tomine in "Sommerblond" hinter die Fassade des modernen Alltags: Er zeigt Außenseiter, die aus verschiedenen Gründen mit dem Leben, der Liebe und der Gesellschaft um sich herum nicht klarkommen. Einmal ist es eine Frau, die an den Ansprüchen der Arbeitswelt und ihrer Eltern zu Grunde zu gehen droht ("Trip nach Hawaii"), das andere Mal ist es ein Teenager, der versucht, seinen Weg zwischen den coolen Highschool-Kids, den Außenseitern und seiner allein erziehenden Mutter zu finden ("Bombendrohung"). In der Titelgeschichte schließlich muss ein Außenseiter ohnmächtig mit ansehen, wie sein attraktiver Nachbar die von ihm krankhaft verehrte junge Frau ohne Anstrengung zu einer seiner Affären macht. Dass die Erzählungen in "Sommerblond" nicht glücklich enden, wird nach wenigen Seiten klar. Man wartet auf den großen Knall, aber so einfach macht es Tomine dem Leser nicht. Am Ende stehen eher nebensächliche Szenen oder Situationen, die trotz ihrer Beiläufigkeit im Gedächtnis haften bleiben und den Leser noch länger beschäftigen.