Description
Die Hauptpersonen des Romans:
Jubilee Murat — Die Voodoo-Königin von New Orleans will zur Baronesse Samedi, der Braut des Herrn der Gräber, avancieren.
Denise Carrea — Sie ist die einzige Blutsverwandte der Voodoo-Hexe, ihren Körper braucht Jubilee Murat.
John Carrea — Denises junger Ehemann. Um seine Frau zu retten, trotzt er selbst der Hölle.
Rick Loran — Ein sich zynisch gebender zwielichtiger Spieler, Café- und Barbesitzer.
Baron Samedi — Er ist der übermächtige Todesgott des Voodoo, grotesk, schaurig und schrecklich.
Deanna Morris — Sie will Jubilee Murats Kreise stören, doch gegen die Voodoo-Königin ist sie nur ein kleines Licht.
Gary Osborne --- Selbst im Jenseits gönnt die Voodoo-Königin ihrem von ihr ermordeten untreuen Geliebten keine Ruhe.
Der Roman handelt 1979. Da er so gut wie ausschließlich in New Orleans spielt, habe ich als Anhang ein Bild vom French Quarter hinzugefügt. Ferner ein Rezept für das in Lousiana sehr beliebte Nationalgericht Gumbo, in dem Fall Sea Food Gumbo.
Die Greisin saß zusammengesunken auf dem hohen Stuhl in der Sänfte mit dem nachtblauen Baldachindach. Sie schien kaum zu hören und zu sehen, was sich um sie herum abspielte.
Der Schlangenring, das Zeichen Damballahs, glänzte an ihrer rechten Hand. Mit der Linken hielt sie einen Totenschädel in ihrem Schoß und streichelte ihn sacht. Die Rechte umklammerte den Silberknauf ihres Krückstocks.
Die jettschwarzen Augen glänzten in düsterem Feuer.
Die Greisin hieß Jubilee Murat, sie war die Voodoo-Königin von New Orleans. Die Oberste aller Mamaloas und Papaloas, wie die höheren Chargen des Kults hießen.
Ihre Anhänger tanzten und wanden sich. Schweiß strömte über dunkle und weiße Gesichter, weitaufgerissene Augen glänzten. Immer ekstatischer, immer verzückter wurde der Tanz, immer schriller gellten die Schreie, die Gesänge und Gebete. Wild hämmerten die Trommeln.
»Papa Legba!«, schrien die Loas. »Öffne die Schranke!«
»Damballah, höre uns rufen!«
»Azaka Tonnerre, lass deinen Donner grollen!«
Männer und Frauen warfen die Oberbekleidung ab. Schaum trat ihnen vor die Münder, sie kreischten und johlten. Ein bulliger Mann fing an zu brüllen und die Fäuste zu schütteln. Er fühlte sich von Ogun Badagri besessen, vom Gott des Krieges. Eine blutjunge Mulattin riss sich die Kleider vom Leib und wand sich mit eindeutigen Bewegungen auf der feuchten Erde.
Die Göttin der Liebe war in sie gefahren. Ein alter Mann kroch mit schlangengleichen Bewegungen über den Boden zwischen den alten Gräbern. Weitere Fälle von Besessenheit traten auf. Einbildung und Psychose nannten es Skeptiker, die Voodoo-Loas waren anderer Ansicht.
Eine Stunde verstrich. Schon lagen die Schwächeren ohnmächtig oder völlig entkräftet am Boden. Die Loas wankten und taumelten, doch in ekstatischer Besessenheit tanzten und schrien sie weiter.
Jubilee Murat wartete. Sie spürte die finsteren Kräfte wachsen. Sie merkte, wie jener Augenblick sich näherte, den sie mehr als alles andere herbeisehnte. Bald würde es sich entscheiden, ob sie trotz all ihrer Zauberkünste und magischen Fähigkeiten sterben musste, oder ob ihr ein neues Leben beschieden war.
--- Earl Warren
Jubilee Murat — Die Voodoo-Königin von New Orleans will zur Baronesse Samedi, der Braut des Herrn der Gräber, avancieren.
Denise Carrea — Sie ist die einzige Blutsverwandte der Voodoo-Hexe, ihren Körper braucht Jubilee Murat.
John Carrea — Denises junger Ehemann. Um seine Frau zu retten, trotzt er selbst der Hölle.
Rick Loran — Ein sich zynisch gebender zwielichtiger Spieler, Café- und Barbesitzer.
Baron Samedi — Er ist der übermächtige Todesgott des Voodoo, grotesk, schaurig und schrecklich.
Deanna Morris — Sie will Jubilee Murats Kreise stören, doch gegen die Voodoo-Königin ist sie nur ein kleines Licht.
Gary Osborne --- Selbst im Jenseits gönnt die Voodoo-Königin ihrem von ihr ermordeten untreuen Geliebten keine Ruhe.
Der Roman handelt 1979. Da er so gut wie ausschließlich in New Orleans spielt, habe ich als Anhang ein Bild vom French Quarter hinzugefügt. Ferner ein Rezept für das in Lousiana sehr beliebte Nationalgericht Gumbo, in dem Fall Sea Food Gumbo.
Die Greisin saß zusammengesunken auf dem hohen Stuhl in der Sänfte mit dem nachtblauen Baldachindach. Sie schien kaum zu hören und zu sehen, was sich um sie herum abspielte.
Der Schlangenring, das Zeichen Damballahs, glänzte an ihrer rechten Hand. Mit der Linken hielt sie einen Totenschädel in ihrem Schoß und streichelte ihn sacht. Die Rechte umklammerte den Silberknauf ihres Krückstocks.
Die jettschwarzen Augen glänzten in düsterem Feuer.
Die Greisin hieß Jubilee Murat, sie war die Voodoo-Königin von New Orleans. Die Oberste aller Mamaloas und Papaloas, wie die höheren Chargen des Kults hießen.
Ihre Anhänger tanzten und wanden sich. Schweiß strömte über dunkle und weiße Gesichter, weitaufgerissene Augen glänzten. Immer ekstatischer, immer verzückter wurde der Tanz, immer schriller gellten die Schreie, die Gesänge und Gebete. Wild hämmerten die Trommeln.
»Papa Legba!«, schrien die Loas. »Öffne die Schranke!«
»Damballah, höre uns rufen!«
»Azaka Tonnerre, lass deinen Donner grollen!«
Männer und Frauen warfen die Oberbekleidung ab. Schaum trat ihnen vor die Münder, sie kreischten und johlten. Ein bulliger Mann fing an zu brüllen und die Fäuste zu schütteln. Er fühlte sich von Ogun Badagri besessen, vom Gott des Krieges. Eine blutjunge Mulattin riss sich die Kleider vom Leib und wand sich mit eindeutigen Bewegungen auf der feuchten Erde.
Die Göttin der Liebe war in sie gefahren. Ein alter Mann kroch mit schlangengleichen Bewegungen über den Boden zwischen den alten Gräbern. Weitere Fälle von Besessenheit traten auf. Einbildung und Psychose nannten es Skeptiker, die Voodoo-Loas waren anderer Ansicht.
Eine Stunde verstrich. Schon lagen die Schwächeren ohnmächtig oder völlig entkräftet am Boden. Die Loas wankten und taumelten, doch in ekstatischer Besessenheit tanzten und schrien sie weiter.
Jubilee Murat wartete. Sie spürte die finsteren Kräfte wachsen. Sie merkte, wie jener Augenblick sich näherte, den sie mehr als alles andere herbeisehnte. Bald würde es sich entscheiden, ob sie trotz all ihrer Zauberkünste und magischen Fähigkeiten sterben musste, oder ob ihr ein neues Leben beschieden war.
--- Earl Warren
Book Details
Format
Kindle
Pages
98 pages
Language
German
Published
Oct 3, 2015