Description
Wieviel Bosheit braucht der Mensch? Wieviel Lüge, um wahrhaftig zu sein; wieviel Niedertracht, um als groß zu gelten? Kann nur der menschlich sein, der auf der Klaviatur des Unmenschlichen virtuos zu spielen vermag? Das Buch lädt ein, in die Abgründe unserer Leidenschaften zu blicken. Und bemüht dabei eine alte Lehre: die sieben Todsünden. Wollust, Neid, Geiz, Völlerei, Zorn, Hochmut und Trägheit – sie gelten seit dem frühen Mittelalter als die Wurzeln aller Affekte. An ihnen entscheidet sich, was gut, was böse ist. Die meisten Bosheiten besitzen eine schöne Seite, und im Gutmenschen steckt auch etwas Teuflisches. Der Neid ist ein großartiger Analytiker mit messerscharfem Blick, der Geiz ein Schätzesammler, der Zorn reagiert mit seinem feinem Gespür auf das geringste Unrecht, der Hochmut repräsentiert ein markantes Selbstbewußtsein, und die Trägheit pflegt den geduldigen Genuß. Da fehlen nur noch Wollust und Völlerei, denen man die pralle Lebensfreude auf Anhieb abnimmt, und dabei manchem falschem Versprechen aufsitzt. Menschen sind Wesen, die immer mehr sein wollen, als sie sind, um das zu sein, was sie sind. Durch Begehren und Besitzen versuchen sie ihren Mangel auszugleichen und machen sich anfällig für die Maskerade des Bösen. Die Sünde tritt auf in vielen Verwandlungen und unter falschem Namen. Ohne dieses Versteckspiel wäre unsere Welt sicher ärmer. Ob sie mit ihm besser ist?
Die „Sieben Todsünden“ von Jürgen Werner, die als Serie in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erschienen sind, handeln von den Leidenschaften, die unser Miteinander Leben verborgen oder offen bestimmen. Die Essays bilden kein Handbuch für den Umgang mit abgründigen Passionen und oft fehlgeleiteten Empfindungen, keinen Ratgeber für die Opfer oder Täter des scheelen Blicks, der Wut im Bauch und der Arroganz der Mächtigen. Mehr als praktische Handreichungen rasch zu formulieren fragt der Autor nach den Motiven für das zerstörerische Wirken zwischen Kollegen oder die Blindheit in Vorstandsetagen und entdeckt auf diese Weise das Phänomen in seinen verschiedenen, menschlich-allzumenschlichen Dimensionen. Dabei wird eines deutlich: Nur wer sie durchschaut, wird sich auch durchsetzen gegen die Angriffe des Neids, die Hemmungslosigkeit der Wut, die Kälte der Hochnäsigkeit.
Der Autor Jürgen Werner war der erste Philosoph unter den Sportreportern, lange bevor es salonfähig wurde, über Fußball zu theoretisieren: Im Jahr 1984 trat er in die Sportredaktion der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ ein und wechselte später zum FAZ-Magazin. Heute lehrt er an der Universität Witten/Herdecke Philosophie und Rhetorik. Er arbeitet als Manager- und Strategieberater in seinem Frankfurter Institut „tertium datur“. Außerdem schreibt er – etwa Bücher wie dieses über die sieben Todsünden oder Essays für Zeitschriften über das Leben.
Der Illustrator Heinz Edelmann war einer der bekanntesten Grafiker weltweit. Als Art Director hatte er maßgeblich Einfluss auf die Gestaltung des Beatles-Film "Yellow Submarine". Für den Verlag Klett-Cotta entwarf er über viele Jahre die Buchumschläge. Edelmann starb im Jahr 2009 im Alter von 75 Jahren.
Die „Sieben Todsünden“ von Jürgen Werner, die als Serie in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erschienen sind, handeln von den Leidenschaften, die unser Miteinander Leben verborgen oder offen bestimmen. Die Essays bilden kein Handbuch für den Umgang mit abgründigen Passionen und oft fehlgeleiteten Empfindungen, keinen Ratgeber für die Opfer oder Täter des scheelen Blicks, der Wut im Bauch und der Arroganz der Mächtigen. Mehr als praktische Handreichungen rasch zu formulieren fragt der Autor nach den Motiven für das zerstörerische Wirken zwischen Kollegen oder die Blindheit in Vorstandsetagen und entdeckt auf diese Weise das Phänomen in seinen verschiedenen, menschlich-allzumenschlichen Dimensionen. Dabei wird eines deutlich: Nur wer sie durchschaut, wird sich auch durchsetzen gegen die Angriffe des Neids, die Hemmungslosigkeit der Wut, die Kälte der Hochnäsigkeit.
Der Autor Jürgen Werner war der erste Philosoph unter den Sportreportern, lange bevor es salonfähig wurde, über Fußball zu theoretisieren: Im Jahr 1984 trat er in die Sportredaktion der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ ein und wechselte später zum FAZ-Magazin. Heute lehrt er an der Universität Witten/Herdecke Philosophie und Rhetorik. Er arbeitet als Manager- und Strategieberater in seinem Frankfurter Institut „tertium datur“. Außerdem schreibt er – etwa Bücher wie dieses über die sieben Todsünden oder Essays für Zeitschriften über das Leben.
Der Illustrator Heinz Edelmann war einer der bekanntesten Grafiker weltweit. Als Art Director hatte er maßgeblich Einfluss auf die Gestaltung des Beatles-Film "Yellow Submarine". Für den Verlag Klett-Cotta entwarf er über viele Jahre die Buchumschläge. Edelmann starb im Jahr 2009 im Alter von 75 Jahren.
Book Details
Format
Kindle
Pages
203 pages
Language
German
Published
May 10, 2013