Description
Dieses Buch ist der lang erwartete vierte Band der Geschichte des modernen Weltsystems. Mit ihr hat Immanuel Wallerstein eine Wegmarke in der Globalgeschichtsschreibung gesetzt. "Das moderne Weltsystem" ist chronologisch aufgebaut. Jeder Band kann für sich gelesen werden. Zusammengefügt entsteht ein Panoramabild der Herausbildung des kapitalistischen Weltsystems im langen 16. Jahrhundert (Band I), der Konsolidierung der Weltwirtschaft unter niederländischer Hegemonie im 17. Jahrhundert (Band II), der weiteren wirtschaftlichen und räumlichen Ausweitung im 18. und frühen 19. Jahrhundert (Band III) sowie der Herausbildung der liberalen Mitte als gesellschaftlichem Hegemon (Band IV).
Im vorliegenden Band IV legt der Autor die geistigen und ideologischen Grundlagen für die Globalisierung im 19. und 20. Jahrhundert dar. Seine Analyse beginnt 1789 im Jahr der Französischen Revolution. Nachdem die alte hierarchische Ordnung in Frage gestellt war, bedurfte es neuer Erklärungen zur Legitimation von Ungleichheit. Detailreich wird nachgezeichnet, wie sich diese Ungleichheit im 19. Jahrhundert entwickelte und vertiefte.
Der Autor entwirft einen Analyserahmen, der die Weltwirtschaft als eine axiale Arbeitsteilung zwischen auf- und absteigenden, im zeitlichen Verlauf sich verschiebenden Teilräumen begreift, die auf der ungleichen Rolle von Zentren und Peripherien beruht. Dieses Modell nahm seinen Ausgang in Süd- und Westeuropa und hat in der Zwischenzeit den gesamten Globus erfasst.
Wallerstein untermauert seine These, dass die Dynamik des kapitalistischen Weltsystems von den jeweiligen Zentren ausgeht, indem er sich der Legitimierung der globalen Zivilisierungsmission zuwendet, die in England und Frankreich begann. Gleichzeitig nimmt Wallerstein im vierten Band jenen Kritikern den Wind aus den Segeln, die ihm eine ökonomistische Herangehensweise unterstellten: Hier geht es um Politik und Ideologie, sowohl seitens der herrschenden Klassen als auch seitens der antisystemischen, oppositionellen Bewegungen.
Mit anderen Worten: es geht um die Herausbildung einer Geokultur für das Weltsystem im 19. Jahrhundert.
Im vorliegenden Band IV legt der Autor die geistigen und ideologischen Grundlagen für die Globalisierung im 19. und 20. Jahrhundert dar. Seine Analyse beginnt 1789 im Jahr der Französischen Revolution. Nachdem die alte hierarchische Ordnung in Frage gestellt war, bedurfte es neuer Erklärungen zur Legitimation von Ungleichheit. Detailreich wird nachgezeichnet, wie sich diese Ungleichheit im 19. Jahrhundert entwickelte und vertiefte.
Der Autor entwirft einen Analyserahmen, der die Weltwirtschaft als eine axiale Arbeitsteilung zwischen auf- und absteigenden, im zeitlichen Verlauf sich verschiebenden Teilräumen begreift, die auf der ungleichen Rolle von Zentren und Peripherien beruht. Dieses Modell nahm seinen Ausgang in Süd- und Westeuropa und hat in der Zwischenzeit den gesamten Globus erfasst.
Wallerstein untermauert seine These, dass die Dynamik des kapitalistischen Weltsystems von den jeweiligen Zentren ausgeht, indem er sich der Legitimierung der globalen Zivilisierungsmission zuwendet, die in England und Frankreich begann. Gleichzeitig nimmt Wallerstein im vierten Band jenen Kritikern den Wind aus den Segeln, die ihm eine ökonomistische Herangehensweise unterstellten: Hier geht es um Politik und Ideologie, sowohl seitens der herrschenden Klassen als auch seitens der antisystemischen, oppositionellen Bewegungen.
Mit anderen Worten: es geht um die Herausbildung einer Geokultur für das Weltsystem im 19. Jahrhundert.
Book Details
Format
Paperback
Pages
416 pages
Language
German
Published
Jan 1, 2015
Publisher
Promedia
ISBN-10
3853713475
ISBN-13
9783853713471